Operation Triton löst Mare Nostrum ab

Europas größte Flüchtlingsbeschaffungsoperation ist Geschichte. Die skandalöse Mission Mare Nostrum, die auf Wirtschaftsflüchtlinge eine fatale Sogwirkung entfaltet hatte, wurde dem finanziell gebeutelten Italien mit 9 Millionen Euro pro Monat schlicht zu teuer. Die Folgekosten liegen

Gestartet wurde Mare Nostrum von Italiens Marine nach dem Unglück vor Lampedusa, bei dem letztes Jahr 300 Asylsuchende ertrunken sind. Einige Flüchtlinge hatten wenige hundert Meter vor der Küste Siziliens ihr Boot angezündet, um auf sich aufmerksam zu machen. Daraufhin hat sich Panik breitgemacht, dass Schiff kenterte. Da die meisten afrikanischen Flüchtlinge nicht schwimmen konnten, ertranken viele.

Das zur Schande Europas hochstilisierte Unglück wurde schnell zum Vehikel der Asyllobby, mit dem sich immer maßlosere Forderungen stellen ließen. Schon bald tauchten die ersten „Lampedusa-Flüchtlinge“ in Berlin und Hamburg auf, wo sie flugs zu Heiligen verklärt wurden und die Politik am Nasenring durch die Manege führten.

Infolge wurden im Mittelmeer nicht nur Schlepperboote in Seenot gerettet, sondern generell jedes Flüchtlingsboot. Und das direkt z.T. vor der Küste Libyens. Die Passage übers Mittelmeer war auf einen Schlag praktisch eine Garantie für eine sichere Ankunft in Europa. Das hat die Zahl der Mittelmeerflüchtlinge schlagartig anschwellen lassen.

Jetzt hat die EU das Zepter an sich gerissen und mit ihrer Polizeiorganisation FRONTEX die Nachfolgeoperation Triton gestartet. Triton deckt nur noch einen Streifen von 30 nautischen Meilen vor der Südküste Europas ab, somit ist ein wesentlicher Anreiz, sich für tausende Dollar einen Platz in einem Seelenverkäufer zu suchen weggefallen. Die Schlepper werden für ihr schmutziges Geschäft mehr tun müssen.

Insgesamt stellen die Rahmendaten von Triton im Vergleich zu Mare Nostrum eine deutliche Verbesserung dar und geben Hoffnung, die Flüchtlingsflut ein wenig einzudämmen. Nötig ist aber noch viel mehr. Flüchtlingsboote sollten generell zur Küste Nordafrikas zurück begleitet werden, nur so lässt sich das Schleppergeschäft effektiv austrocknen. Wer es dennoch nach Europa schafft und seinen Pass „verloren“ hat, sollte innerhalb von 24h aus Europa abgeschoben werden. Nötig sind dazu die Schaffung von Aufnahmeeinrichtungen auf Kontinenten, aus denen solche Betrüger stammen.

ein Kommentar

  1. […] die Schlepper wissen, dass sofort Schiffe der italienischen Marine oder der Agentur Frontex zu Hilfe eilen, setzen sie einen Notruf ab und simulieren damit eine Seenotlage. Tatsächlich hat […]

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