Seenotrettung verschärft die Krise

Obwohl erst wenige Wochen im Einsatz, haben Schiffe der Bundesmarine bereits knapp 6000 Asylsuchende aus dem Mittelmeer gerettet.
Dies hat den erwartbaren Effekt, dass nun noch mehr Flüchtlinge den Weg übers Mittelmeer nehmen.

Indirekt und ungewollt besorgt die EU das schmutzige Geschäft der Schlepper, weil die Passage übers Mittelmeer damit weit sicherer wird und damit zugleich attraktiver für Asylsuchende. Würden dagegen die Seenotrettungsmaßnahmen wieder zurückgefahren, wären die nächsten Katastrophen vorprogrammiert.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma soll mit gezieltem Vorgehen gegen Schlepper erlangt werden, zudem in ferner Zukunft evtl. auch militärische Angriffe gegen die Akteure gehören sollen.

Bereits jetzt, so berichtet die Welt, dürfen die Soldaten die evakuierten Flüchtlingsboote sogar versenken. Zu beachten ist aber, „dass zunächst die Antriebsanlage samt zugehöriger Betriebsstoffe entfernt werden – zur Vermeidung von Umweltschäden.“

Militärische Angriffe werden das mafiöse Geschäft stören, vielleicht verlangsamen, aber nicht stoppen. Zu groß sind die Gewinne, zunehmend wird das Geschäft besonders in Libyen von Islamisten übernommen, die neben monetären Interessen noch andere Ziele haben.

Den Exodus aus Afrika können nur in Kombination mit anderen Maßnahmen erreicht werden. Dazu gehören massive Kürzungen bei den Sozialleistungen, EU-einheitliche Asylstandarts und eine konsequente Abschiebepolitik.

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