Kommentar zum Kommentar von Anja R.

Eine bisher relativ unbekannte Fernsehmoderatorin hat sich in der Allgemeinen Deutschen Rundfunkanstalt zur Flüchtlingsfrage geäußert. Dabei hat sie vordergründig Gewalt und rassistische Ausfälle im Internet angeprangert. Gewalt und rassistische Ausfälle sind in keinem Fall akzeptabel, da hat Frau Reschke recht.

Die Frage nach dem Woher und Warum stellt sie natürlich nicht. Im Gegenteil, mit ihrem Auftritt will sie genau diese Fragen tabuisieren.
Denn vielleicht bekommen derlei randständige Täter auch deshalb unverdiente Aufmerksamkeit und Zustimmung im Internet (und auch das nur von Wenigen), weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk eben genauso einseitig agiert und versucht, der Bevölkerung Nachrichten zur Flüchtlingsfrage zu verkaufen, die mit der Realität kaum noch etwas gemein haben. Ein Rundfunk, der besorgte Bürger regelmäßig mit Rechtsextremisten in eine Reihe stellt. Der demonstrativ betont, dass vom Krieg verfolgte Familien kommen, obwohl es zu 70% junge Männer sind, die längst nicht alle aus Bürgerkriegsländern stammen. Der Probleme und Konflikte mit den Asylsuchenden verschweigt und stattdessen regelmäßig ein rosarotes Bild zeichnet. Der konsequent die Kosten verschweigt. Der nicht sachlich berichtet, sondern emotionalisiert und mit Politikern gemeinsame Sache macht.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk – und hier in Person Anja Rechke – verweigert nämlich genau das, was sie gleich am Anfang ihrer Tirade einfordert: Über Meinungen zu reden.
Die zur Flüchtlingsfrage zulässigen Meinungen sind genau definiert und eingehegt:

– Asylsuchende sind mit wenigen Ausnahmen durchweg politisch verfolgt
– Asylsuchende sind eine Bereicherung
– Asylsuchende sind ein Segen für die Wirtschaft
– Asylsuchende lösen das demographische Problem der Bundesrepublik

Der Tiefpunkt von Frau Reschkes Tirade ist jedoch der Aufruf zum Aufstand der Anständigen. Das erinnert doch sehr an Yassir Arafats Befehl zur zweiten Intifada. Dabei hat der erste Aufstand der Anständigen nie geendet. Die sogenannten Anständigen – Protagonisten wie Frau Reschke – haben seit Jahrzehnten die Diskurhoheit inne und sie haben Zugang zu den Medien. Es gelingt ihnen  zuverlässig, missliebige Meinungen vom Diskurs auszuschließen bzw. die Dissidenten anderweitig zu bestrafen. Aber sie sind keineswegs die Mehrheit der Bevölkerung, wie Frau Reschke im Nachgang behauptet.

Was Frau Reschke hier abgeliefert hat, ist deshalb Schmierentheater vom Feinsten.

Man sieht ihr richtiggehend an, wie es sie  schüttelt, so ergriffen ist sie von sich selbst, als sie zur besten Sendezeit dem Publikum ihre Verachtung entgegenschleudert, welches mit rund 7 Milliarden Euro jährlich auch ihren Arbeitsplatz subvenitioniert.

Frau Reschke, sie haben ihr politisch korrektes Fleißkärtchen abgeliefert. Die Karriere ist gesichert, vielleicht werden sie sogar bald mit einem Preis für Zivilcourage beworfen.

Aber ihrem Auftrag sind Sie nicht gerecht geworden.

%d Bloggern gefällt das: