Griechenland fürchtet Aufstände von Flüchtlingen

Neben der Libyen-Sizilien-Route ist die Türkei-Griechenland-Route eines der Haupteinfallstore für Asylsuchende aus dem Nahen Osten. Besonders viele Flüchtlinge landen auf der griechischen Insel Kos an, wo sie unzureichende hygienische Bedingungen vorfinden. Nun befürchtet der Bürgermeister von Kos blutige Zusammenstöße.

Der Tagesschau (ab 2:30min) diktierte ein Asylsuchender in die Kamera: Ich kann nicht erkennen, dass wir uns in Europa befinden, wir sind hier in einem Land der Dritten Welt. Es gibt keine Toiletten, kein Wasser und die Leute warten hier seit mehr als 10 Tagen auf Papiere.  

Die Papiere sind nötig, bevor die Asylsuchenden per Fähre aufs griechische Festland verbracht werden können, wo die Bedingungen oft nicht viel besser sind. Mit der Zuspitzung der Eurokrise vor einem Monat war in griechischen Lagern sogar die Nahrungsmittelversorgung zusammengebrochen – obwohl diese von der EU finanziert wird.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat die Insel besucht und daraufhin dem Münchner Merkur ein Interview gegeben. Sie schäme sich für solche Umstände mitten in Europa und die Zustände dort seien die Hölle auf Erden.

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