Ärztekammer will medizinische Willkommenskultur

Der Präsident der Arztekammer, Prof. Montgomery, fordert signifikante Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen. Die geht aus einer Pressemitteilung der Kammer hervor.

Flüchtlinge sollten nicht nur eine Akutversrogung erhalten, sondern eine Gesundheitskarte wie jedermann. Für die Kosten solle der Bund aufkommen.
Bislang können Asylsuchende eine über die Akutversorgung hinausgehende medizinische Behandlung erhalten, wenn das Sozialamt zustimmt. In der Praxis wird fast ausnahmslos die Zustimmung erteilt.

Dennoch hält Montogmery die Regelung für ethisch nicht hinnehmbar.

Im Stern wies er zusätzlich auf die Gefahr durch eingeschleppte Infektionskrankheiten wie antibiotikaresistente Tuberkulose oder Krankheiten wie Krätze, Wanzen- oder Flohbefall. Diese gediehen wegen der oft mangelhaften Unterbringung besonders gut. Deshalb sollten die Asylsuchende schnell in feste Unterkünfte untergebracht werden.

Scharf kritisierte Montgomery außerdem die Röntgenuntersuchung von Asylsuchenden, die falsche Altersangaben machen, um in den Genuss der weitreichenden Rechte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) zu kommen. Montgomery bezeichnete die Untersuchung als Körperverletzung.
Auch die sogenannte Genitalinspektion, welche dasselbe Ziel erreichen soll, kritisierte er. Dies sieht er als Eingriff in die Privatsphäre, außerdem könne das Traumatas hervorrufen.

¨Das ist nicht die Willkommenskultur, die ich mir in Deutschland vorstelle¨, sagte er wörtlich.

Seine Forderungen unterstrich er auch auf Youtube.

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