Gastbeitrag: Der Flüchtlingstsunami als Chance für den Rest Europas

[Gastbeitrag vom Blog Zeitgeist-Guerilla]

Dass sich die Europäische Union  in praktisch allen Fragen uneins ist, ist ja nichts Neues. Das verwundert auch nicht, denn die Union verfolgt Ziele, für die sie weder geschaffen, noch gedacht war. Deshalb ist die EU ein Zombie, Protagonisten wie Martin Schulz sind passende Symbole des ganzen Elends dieses Bürokratiemonstrums.

Nach den traumatischen Erlebnissen zweier Weltkriege sollte ein weiterer durch mannigfaltige wirtschaftliche und kulturelle Verschränkungen verhindert werden. Das war die richtige Antwort auf den schwindenden Einfluss Europas in der Welt. Es war eine Schutzgemeinschaft mit sachter Zusammenarbeit in militärischen und wirtschaftlichen Fragen. Zum Wohle seiner Bürger.

Mit der ¨drohenden¨ deutschen Wiedervereinigung ist das vereinte Europa zu einem Vehikel der Einhegung Deutschlands umfunktioniert worden. Sichtbares Zeichen ist die -ebenfalls gescheiterte- gemeinsame Währung, für die Deutschland mit der D-Mark den Garant seines Wohlstands aufgegeben hat – aufgeben musste.
Sicher hat man bei den 2+4 Verhandlungen 1990 mit erheblichen Widerständen der Deutschen gerechnet. Sie hätten es besser wissen können, denn Deutschland macht alles ganz oder gar nicht.

So hat sich Deutschland willig gebeugt (die Chance der Wiedervereinigung hat das auch gerechtfertigt) und  die anderen europäischen Länder konnten sich dauerhaft an den Zitzen des wirtschaftlich starken Landes säugen.
Und so funktioniert die EU bis heute. Die vielbeschworene europäische Solidarität hat immer dann gegriffen, wenn Deutschland für die Kosten aufgekommen ist. Sonst nicht. Und wenn’s mal nicht so gelaufen ist, hat man Deutschland dezent an seine ‚geschichtliche Verantwortung‘ erinnert, zuletzt im Juni bei der Griechenland-„Rettung“.
Wer aber hätte ahnen können, dass Deutschland 25 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht die von den Siegermächten befürchtete Rückkehr zur Großmacht betreibt, sondern freudig Millionen Flüchtlinge ins Land lockt? Und von den anderen EU-Staaten in europäischer Solidarität dasselbe verlangt?

Nur, aus welchem Grund sollten sich die anderen EU-Länder bei dieser katastrophalen Einwanderungspolitik solidarisch zeigen?

Andere haben den Weg schon hinter sich und würden ihn sicher nicht nochmal gehen. Es ist ein Experiment ohne Wiederkehr, für das es aber genügend erschreckende Vorbilder gibt. Banlieues in Paris, No-go Areas in Stockholm, massenhafter Missbrauch in Rotherham, islamistische Lynchmorde in Paris oder London usw., usw.

Die Deutschen wären nicht die Deutschen, wenn sie nicht noch eins draufsetzten. Eine so blitzartige Masseneinwanderung von Menschen aus dem problembeladenen mittleren Osten ist geschichtlich ohne Beispiel.  Die negativen Folgen glaubt Deutschland vermeiden zu können – mit dem Zauberwort Integration. Was bei manchen Einwanderergruppen aus derselben Gegend schon nur leidlich oder gar nicht funktioniert hat, wird mit einer noch viel größeren Gruppe gelingen! Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

Mit der Flüchtlingskatastrophe und der Reaktion der bundesdeutschen Funktionseliten kumuliert erneut ein deutscher Sonderweg zu einer Gefahr für Europa. Die 1000-jährige Geschichte dieses Landes hat einen geschichtlichen Sattelpunkt erreicht, dessen Funktion -nach Lage der Dinge- danach steil nach unten führen wird.
Sicher ist: Deutschland schafft im eigenen Land genau die Verhältnisse, vor denen die Asylsuchenden aktuell fliehen. Deutschland ist im Verbund mit der EU zu einer Gefahr für die kulturelle Identität eines ganzen Kontinents geworden.

Für die  anderen, insbesondere osteuropäischen Länder liegt in der durch Deutschland maßgeblich verursachten Flüchtlingskatastrophe aber eine große Chance. Sie sollten sich jetzt von der Europäischen Union – tatsächlich war sie nie eine- befreien und Deutschland seinem selbst gewählten Schicksal überlassen.

Es muss auch dem letzten europäischen ¨Partner¨ spätestens jetzt klar sein: Dieses Land ist eine Gefahr, selbst wenn man es fesselt.

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