1.000.000+ werden nicht in Zelten überwintern

Das Refugee-Welcome-Sommermärchen ist noch nicht ganz am Ende angekommen, aber der Herbst lässt sich bereits erahnen und da gibt es das Problem, dass der Klimawandel noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass die Nächte im Winter tropisch wären.

Ein Teil der runden Million Neubürger werden sehr bald eine feste Unterkunft brauchen. Besonders diejenigen, die momentan in Zelten untergebracht sind, aber auch die Bewohner von Turnhallen werden dort nicht ewig bleiben können.

Um die letzten Reserven zu aktivieren, hat der Tübinger Bürgermeister Palmer (GRÜNE) vermutlich auf Geheiß seines Chefs Winfried Kretschmann vor drei Wochen mal einen Versuchsballon gestartet und die Beschlagnahme von Häusern angekündigt, natürlich nur im Notfall. Seitdem wurde alles getan, um den Notfall auch eintreten zu lassen. Palmer selber muss solche Maßnahmen vermutlich nicht ergreifen, seine alternative Studentenstadt wird kaum Wohnraum zum Beschlagnahmen übrig haben. Aber er hat es schon mal ausgesprochen, um die Bevölkerung an den Gedanken zu gewöhnen. Die Empörung konnte sich in den Kommentarspalten austoben, die ausnahmsweise mal freigeschalten waren. Ansonsten keine Reaktion vom deutschen Michel.

Jetzt wird es konkreter. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe prüft die Zwangsvermietung (klingt besser als Beschlagnahme!) von privatem Wohneigentum.
Stunden später kommt schon das Dementi der Regierung. Nein werde es nicht geben. Auch das ist nur eine Volte, um das Thema richtig hochzukochen. Irgendwann wird es heißen: Wir haben ja alles versucht, aber leider leider…

Natürlich wird es zu Beschlagnahmungen kommen, anders ist das Problem nicht mehr zu lösen. Da denkt man unwillkürlich an die Begeisterten vom Hauptbahnhof (die dieses Wochenende offenbar schon keine Lust mehr haben).
Das Hochhalten von Welcome-Plakaten ist eine hippe Angelegenheit, wenn man mal ins Fernsehen kommen will. Danach geht’s wieder heim ins heimelige Einfamilienhaus am Stadtrand, oder ins autonome Zentrum.

There ain’t no such thing as a free lunch hat der Ökonom Milton Friedmann gesagt und gerade daraus entstehen für die begeisterten „Refugees welcome“-Bestmenschen reale Verpflichtungen. Gerade diese Menschen sind jetzt zuerst in der Pflicht, ihren Wohnraum ohne Wenn und Aber zur Verfügung zu stellen.

 

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