Frontlinien innerhalb der EU: Deutschland will so weiter machen

Seit gestern Morgen wachen an der deutsch-österreichischen Grenze Polizisten. Dadurch soll der Zustrom von Asylsuchenden nach Deutschland gebremst werden.

Falsch ist die Annahme, dass die Grenzen für Asylsuchende geschlossen wären. Richtig ist, dass die Einreisenden kontrolliert werden. Dadurch konnten bereits dutzende Schleuser festgenommen werden. Das ist positiv. Die von ihnen geschleusten Menschen stellen aber weiter einen Antrag auf Asyl in Deutschland. Auf diesem Weg sind heute 2000 Asylsuchende in die Bundesrepublik gelangt.

Begleitet werden die Grenzkontrollen von eine diplomatischen Offensive der Bundesregierung. Heute war Kanzlerin Merkel beim österreichischen Kanzler Faymann. Beide forderten wieder die europäische Solidarität bei der Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen.

Neu ist die Ankündigung, ‚Hotspots‘ in Griechenland und Italien einrichten zu wollen. Will heißen, riesige Lager, in denen die Asylsuchenden vorsortiert werden. Diejenigen, die Aussicht auf Asyl haben, sollen dann per Quote auf die EU-Länder verteilt werden.

So, die Vorstellung der beiden Spitzenpolitiker. In ihre Achse bezogen sie während der Pressekonferenz ausdrücklich Schweden mit ein. Und da verlaufen die Fronten in Europa. Diese drei wollen/tun, was andere nicht wollen. Indirekt drohte Feymann mit der Kürzung von Mitteln an die anderen europäischen Länder.

Die anderen werden den Utopien totaler Humanität unter totaler Missachtung der eigenen Interessen, der eigenen Bevölkerung, des eigenen Wohlstands, der eigenen Zukunft aber nicht mitgehen.

In welcher Welt Merkel mittlerweile lebt, offenbarte sie auf die Nachfrage eines Journalisten: „Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Machen Sie so weiter, Frau Merkel, dann ist es tatsächlich nicht mehr ihr Land!

Unterdessen sammeln sich auf serbischem Gebiet tausende Flüchtlinge und fordern den Grenzübertritt auf EU-Gebiet. Die Forderungen unterstrichen sie mit einem Hungerstreik.

%d Bloggern gefällt das: