Flüchtlinge nach Ethnie getrennt unterbringen?

Aus verschiedenen Aufnahmeeinrichtungen vermeldet Presse und Polizei wieder Gewaltätigkeiten unter Asylsuchenden. In Calden stritten sich dutzende Albaner mit Asylsuchenden aus Pakistan und benutzten dabei auch Meinungsverstärker wie Stöcke oder Steine. Bilanz: 6 Verletzte.

Aus dem fränkischen Nürnberg vermeldet die Polizei einen Konflikt unter jugendlichen Asylsuchenden. Gegen die Gewahrsamnahme durch die  Polizei wehrten sich die Jugendlichen so heftig, dass Pfefferspray eingesetzt werden musste. Damit nicht genug, wollten andere Jugendliche schließlich vor der zuständigen Polizeiinspektion für deren Freilassung plädieren.

Einem Bericht des SPIEGEL zufolge sollen Asylsuchende künftig nach Möglichkeit nach Religionen getrennt untergebracht werden. Das forderte CSU-Spitzenpolitiker Friedrich CSU. Dem Bericht zufolge sind vor allem Christen das Ziel von Attacken durch Muslime.

Das Thema getrennte Unterbringung hatte erstmals der Ministerpräsident Thüringens, Bodo Ramelow, nach einer heftigen Schlägerei in einer Asylunterkunft thematisiert.

Im April wurden Asylsuchende christlichen Glaubens von Mitflüchtenden anderen Glaubens bei der Überfahrt nach Europa über Bord geworfen. Der Bericht hatte für Aufsehen, aber nicht für Empörung gesorgt.

2 Kommentare

  1. Das ist bereits seit Suhl im August in der Debatte:
    „Der Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow, hat bereits einen Vorschlag, wie man derartige Krawalle in Zukunft vermeiden könnte: Man solle die Flüchtlinge nach Ethnien getrennt leben lassen. Der Vorschlag klingt plausibel, jedoch ist es seltsam, aus welcher Ecke er stammt. Hört man nicht immer von Vertretern der Linkspartei und ideologisch Nahestehender, daß »Buntheit« ein Segen sei? Daß die multikulturelle Gesellschaft eine Bereicherung sei? Daß gerade der Kontakt mit fremden Ethnien Rassismus abbaut und nicht fördert? Wird nicht immer Südafrika verdammt, das genau diese Ethnientrennung bis vor wenigen Jahrzehnten durchführte? Sind Ethnien nicht ohnehin nur soziale Konstrukte, die man besser auflösen solle?“

    https://studioetira.wordpress.com/2015/08/21/krawalle-in-suhl/

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  2. Das war vorauszusehen, dass sämtliche Ankommenden sich nicht auf der Flucht sämtlicher ethnischer Konflikte entledigen, sondern diese vielmehr mit ins Zielland nehmen. Willkommen in der globalisierten „Heimat“ – inkl. aller Vor- & Nachteile! Aber wir – als hier „Beheimatete“ – müssen da ja nicht gefragt werden :/

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