Soziale Spannungen münden in immer brutalere Übergriffe

Ein brutaler Messerangriff auf die Kölner Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters hat steht offenbar im Zusammenhang mit der Asylkrise in der Bundesrepublik.
Die Kandidatin, die für ihre Wahl von CDU, GRÜNEN und FDP unterstützt wird, war bisher für die Unterbringung von Asylsuchenden im Raum Köln zuständig. Dabei hat sie durchaus eine konträre Haltung zu Kritik von Flüchtlingsräten oder der Kirche an „menschenunwürdiger Unterbringung“ eingenommen. Der Täter soll in seiner Vernehmung Furcht vor Überfremdung geäußert haben.
Innenminister de Maiziere sieht in der Tat einen Beleg für die zunehmende Radikalisierung der Flüchtlingsdebatte. Zugleich rief er die Bürger dazu auf, sich sachlich an der Diskussion über die Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen.
Dass genau dies jedoch offenbar gar nicht mehr so einfach möglich ist, zeigt der Parteiaustritt eines SPD-Oberbürgermeisters, der sich in der Asylfrage den Mund nicht mehr verbieten lassen will, so seine Begründung.

Bei Streitigkeiten unter Asylsuchenden ist es in Thüringen zu einer tödlichen Messerstecherei gekommen. Nachdem der Täter einen Mitbewohner tödlich verletzt hatte, floh er aus der Unterkunft und verletzte einen zufällig vorbeikommenden Passanten schwer.

Die Zahl der Brandanschläge auf noch leerstehende Unterkünfte für Asylsuchende haben derweil einen neuen Höchststand erreicht. Erstmals ist es auch zu einem Anschlag auf eine bewohnte Unterkunft gekommen. Vermutet und wahrscheinlich sind rechtsextreme Täter.

Auf einem Pulverfass sitzend sieht sich die Leiterin eines Hamburger Flüchtlingscamps, in dem über 3.000 Asylsuchende untergebracht sind. Die Unterkünfte haben unterschiedliche Standards, was zu erheblichen Spannungen unter den Bewohner führe, teilweise sind die Unterkünfte nur mangelhaft beheizt.

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, spricht mittlerweile ganz offen von drohenden Unruhen, wenn der ungebremste Zustrom (aktuell ca. 10.000 pro Tag) nicht wirksam unterbunden werde. Dazu sei ein Zaun geeignet. Es ist davon auszugehen, dass der ansonsten zurückhaltende Wendt in engem Kontakt mit seinen Kollegen steht, die an den Brennpunkten der Asylkrise Dienst tun. Seine Warnung dürfte deshalb eine fundierte Basis haben.

Es steht zu befürchten, dass sich die enormen sozialen Spannungen in weiteren, womöglich noch brutaleren Übergriffen entladen, wenn sich keine Lösung der drängenden Flüchtlingsfrage findet.

Bild: Wiki Commons/Pava/CC BY-SA 3.o IT

 

ein Kommentar

  1. dabei stellt sich die Frage, ob der Angriff auf die Politiker wirklich fremdenfeindlich war, denn die Dame ist ja Deutsche. Vielleicht müsste man eher von einem politikerfeindlichen Angriff spechen. Dies wiederum könnte in der Tat künftig häufiger passieren, denn viele Menschen fühlen nur noch Ohnmacht und Wut in Bezug auf heutige Politik

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