Bayerischer Landrat bezichtigt Österreich der Beihilfe zur Schleusung

Der Passauer  Landrat Meyer hat Österreich der Beihilfe zur Schleusung bezichtigt. In der Nacht sind tausende Asylsuchende in Bussen an die deutsch-österreichische Grenze verbracht worden, z.T. haben sie dort die Grenze überrannt, weil ihnen die Registrierung zu lange gedauert hat.

Mit Österreich ist vereinbart, dass nur 50 Flüchtlinge pro Stunde die Grenze nach Deutschland überschreiten, sonst kann eine Erfassung nicht sichergestellt werden. Die letzten beiden Tage sind aber 11.000 Flüchtlinge in Österreich angekommen. Österreich fordert nun, die Aufnahmequote zu verdoppeln, denn:

Sie [die Asylsuchenden] haben alle Zieldestination Deutschland.

Angesichts eines solch doch erheblichen Vorwurfs in Richtung Österreich könnten die Offiziellen vom südlichen Nachbarn doch einige unangenehme Gegenfragen stellen:

  • 100.000 Plätze, die als Ruheräume für Flüchtlinge gen Deutschland eingerichtet werden sollen, sind dann also keine Beihilfe zu Schleusung.
  • Fregatten, die Schlauchboote auf dem Mittelmeer aus Seenot retten, in der sie oft gar nicht sind, sind also keine Beihilfe zur Schleusung?
  • Die einsame Entscheidung der Bundeskanzlerin vom 4. September, alle Asylsuchenden aus Österreich auch ohne Registrierung ins Land zu lassen…alles keine Beihilfe zur Schleusung?
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