Auswärtiges Amt kämpft gegen Gerüchte in Herkunftsländern

Im gesamten Nahen und Fernen Osten und in Afrika sind Gerüchte über die angeblich paradiesischen Bedingungen im Umlauf, welche die Menschen hier erwarten. Bargeldzahlungen, Willkommensgeld, Jobgarantie, ein Haus und so weiter und so fort. Kanzlerin Merkel wird als Heilige verehrt, Asylsuchende halten Bilder mit ihrem Konterfei in die Luft, als wären sie auf einer Wallfahrt.

Dem will das Auswärtige Amt jetzt entgegenwirken. Je nach Land werden die jeweils reichweitenstärksten Medien genutzt. In afrikanischen Ländern das Radio, in Syrien Facebook und in Afghanistan das Fernsehen.

Vielfach werden solche Gerüchte von Schleppern in die Welt gesetzt, um das Milliarden-Geschäft anzuheizen. Aber eben nicht nur:

Was sollen Wirtschaftsflüchtlinge denn denken, wenn er im Fernsehen Bilder von jubelnden Menschen mit Welcome-Plakaten in arabischen Schriftzeichen sieht? Wenn die Kanzlerin in Demutsgeste neben einem Asylsuchenden für ein Selfie in die Kamera lächelt? Wenn die Nachrichten von bereits angekommen über Bargeldzahlungen eintrudeln? Wenn per Western Union Geld an Familie eintrifft, mit dessen Hilfe auch sie sich auf den Weg macht?

Die Initiative des Auswärtigen Amtes ist begrüßenswert, aber sie wird wenig helfen, solange Wirtschaftsflüchtlinge die Gerüchte zumindest teilweise bestätigt sehen, wenn sie in Deutschland ankommen. Unterbringung, Vollversorgung, Geld ohne jede Gegenleistung, keine Abschiebung auch bei Ablehnung und in manchen Fällen Kriminalität ohne Folgen für das Asylverfahren.

Das Land braucht eine rigorose Abschiebepolitik, die Rückkehr zur Einhaltung gültiger Gesetze auf europäischer und nationaler Ebene. Erst wenn diese eigentlich selbstverständlichen Bedingungen eines funktionierende Asylsystems umgesetzt sind, kann diese Art „Gegenpropaganda“ Erfolg haben.

Bild: flickr.com/One Way Stock/CC BY-ND 2.0
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