Keine Trauer um Helmut Schmidt!

Statt dessen Freude, dass unser Land diesen Mann an seiner Seite hatte! Statt dessen Freude, dass er so lange leben durfte!

Soldat, Held der Hamburger Flutkatastrophe, Finanzminister, Verteidigungsminister, Kanzler, der RAF hat er allein die Stirn geboten. Was für ein Leben! Ein Vergleich mit Bismarck ist wohl nicht übertrieben.

Helmut Schmidt wurde oft und gründlich geprüft und er hat ein jedes Mal standgehalten. Dabei war er während seiner Amtszeit nicht unumstritten, sein Mythos ist erst danach entstanden. Ein gewichtiger Grund liegt wohl darin, dass die heute Politiker-„Garde“ wie Amöben neben diesem Geistesgiganten wirken, ein Blick auf Sigmar Gabriel genügt.
Und es liegt an einer gewaltigen Verschiebung des gesamten Parteienspektrums. Selbst der CDU wäre er heute wohl „zu rechts“.

Was hätte und was hat Helmut Schmidt zur Asylkatstrophe der Gegenwart gesagt? In einem Interview, dass er dem Focus 2005 gegeben hat, lässt er keinen Zweifel zu seiner Ansicht zur Zuwanderung. Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem und Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden.

Zur aktuellen Fragestellungen zu Asyl und Zuwanderung hat er sich nicht mehr geäußert und wer wollte es einem Mann Mitte 90 verdenken?

Als sicher kann jedoch gelten:
Eine derartige Kernschmelze der Rechtsstaatlichkeit und Staatlichkeit, wie wir es in der Gegenwart erleben, hätte Helmut Schmidt niemals zugelassen. Einem neuen deutschen Sonderweg hätte er sich mit ganzer Kraft entgegengeworfen.

Ein Mahner wie er wäre jetzt so dringend notwendig, wie kaum jemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.

Danke, Helmut Schmidt.

 

 

 

Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F048644-0035 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0
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