Was kostet die (Aufnahme der) Welt?

Die Kosten für die Unterbringung und Vollversorgung von mehr als einer Million Asylsuchenden kostet Geld, viel Geld.

Während für das Jahr 2014 noch ernsthaft behauptet wurde, die Asylpolitik koste läppische 1,5 Milliarden Euro, wurde die Zahlen Mitte 2015 auf 10 Milliarden „nach oben korrigiert“.  Gemeint waren nur die Kosten für das laufende Jahr und auch das war schon glatt gelogen. Dass die tatsächlichen Kosten sehr viel höher sind, das weiß jeder Steuerzahler, der bis 3 zählen kann.

In Berlin beginnen nun die Verhandlungen für den Haushalt 2016 und da demaskieren sich einige Minister bis zu Kenntlichkeit.
Da wird Geld für 350.000 Wohnungen, 70.000 Kita-Plätzen für Flüchtlingskinder (woher sollen die ErzieherInnen eigentlich so schnell kommen?), tausende neue Lehrerstellen und tausende neue Polizisten gefordert. Sozialministerin Nahles hat schon vor Monaten angekündigt, dass sie Geld für eine Million neue Hartz-IV-Empfänger braucht.

Altersarmut, eine Bundeswehr mit historisch anmutender Ausstattung, zerfallende Infrastruktur? Leider keine Mittel vorhanden. Kosten für Asylsuchende, die nur in der Minderheit tatsächlich auch asylberechtigt sind? Peanuts!

Die Kosten der unsäglichen Flüchtlingspolitik waren und sind nach wie vor ein Tabu-Thema, über das –wie über die gesamte Flüchtlingspolitik- eine gesamtgesellschaftliche Debatte nicht stattfinden darf.

Nach wie vor gibt es keine Bemühungen, die Gesamtkosten wenigstens auf eine nachvollziehbare Basis zu stellen – sprich zusammenzurechnen. Das ist ein Skandal! Aber es gilt  wohl de Maizière-Motto: Teile der Antwort könnten Sie verunsichern. 

 

Bild: pixabay/pijon/CCO

%d Bloggern gefällt das: