Die ev. Kirche zimmert sich eine passende Studie

Kurz vor Weihnachten präsentiert die Evangelische Kirche in Deutschland eine Studie zum Thema Flüchtlinge, die aufhorchen lässt. Es scheint Grund zur Freude zu geben, verkündet die Studie doch, dass Deutschland helfen will – den Flüchtlingen. Gut, nach der Überschrift wird etwas engeschränkt. Über die Hälfte (nämlich 51%) der Deutschen könnte sich vorstellen, ein Flüchtlingsheim in ihrer Nähe zu unterstützen.

Wie durch Zufall passt die Studie ganz genau zu den Bedürfnissen des evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, die dessen hochdotierter Präsident denn auch gleich per Youtube kommuniziert. Herr Lilie ist oberster Dienstherr über 435.000 Mitarbeiter und laut Wikipedia über 700.000 Freiwillige. Das Hilfswerk der evangelischen Kirche, die Diakonie,  ist zusammen mit der katholischen Caritas nicht nur der größte soziale, sondern einer der größten Arbeitgeber überhaupt in Deutschland.

Ein sehenswertes Dokument, weil sich hier ein Profiteur der Asylindustrie bis zur Kenntlichkeit demaskiert. Es ist eine der vielen Figuren, die aus der Asylkatastrophe maximalen Profit schlagen und dies mit Nächstenliebe bemänteln.

Lilie redet gar nicht um den heißen Brei herum. Er wittert in der Asylkatastrophe vor allem fette Beute für sein Unternehmen und damit auch einen Zuwachs an Bedeutung für sich selbst. Die einzige inhaltliche Aussage die er trifft ist nämlich, dass in der Flüchtlingshilfe Professionalität und Sachkunde nötig ist. Und genau das glaubt er mit seinem Unternehmen bieten zu können.

Repräsentativ?

Die Studie behauptet selbstverständlich, repräsentativ zu sein. Ein Blick in die Studie wirft jedoch Fragen auf, denn als Umfrage-Methode wird „Einschaltung in telefonische Mehrthemenumfrage“ angegeben.
Heißt auf gut deutsch, es wurden Menschen angerufen, und dann Fragen gestellt. Die methodische Schwäche liegt klar auf der Hand. Wie viele Menschen in Deutschland haben noch ihre Telefonnummer im öffentlichen Telefonbuch stehen? Und wie viele davon beteiligen sich noch an einer Mehrthemenumfrage? Wie schwierig dieses Unterfangen mittlerweile ist, zeigt sich bereits an der Umfragezeit von immerhin knapp zwei Wochen.

Ob in einer ausdifferenzierten Gesellschaft eine wirklich repräsentative Studie überhaupt noch möglich ist, wäre selbst ein interessanter Gegenstand für Studie. Diese Umfrage ist es jedoch mitnichten.

Inhaltlich werden Widersprüche zu anderen Umfragen erkennbar. Wie passt z.B. die Aussage, dass 8,5% der Befragten negative Erfahrungen im direkten Kontakt mit Flüchtlingen hatten zu dieser Umfrage:

Geradezu satirisch wird es, wenn auf auf die Sorgen der Bevölkerung eingegangen wird. 84% fürchten nämlich nicht zuallererst, dass die Kriminalität ansteigen wird, wie in der Umgebung praktisch aller Flüchtlingsheime, oder dass ihre Identität in Gefahr ist, oder dass die finanziellen Belastungen steigen. Nein, 84% fürchten sich vor allem vor dem Ansteigen des Rechtsextremismus! Es wäre interessant zu erfahren, wie die Fragen genau formuliert waren.

Wenn es denn tatsächlich so wäre, wie Eingangs behauptet, würden 40 Millionen Deutsche ein Flüchtlingsheim in ihrer Nähe unterstützen, denn es gibt mittlerweile keinen Platz mehr in Deutschland, in dessen Nähe kein Flüchtlingsheim steht.

Fazit

Die Kirchen sind längst fester und treibender Teil der Asyllobby. Neben Resten von Altruismus stehen wirtschaftliche Interessen klar im Vordergrund. Dass die Kirchen dabei christliche Motive vorschieben, ist schlicht widerlich.

 

%d Bloggern gefällt das: