Merkel besiegelt schmutzigen Deal mit der Türkei

Ein hochrangiges Aufgebot beider Länder hat sich gestern in Berlin getroffen. Es waren die ersten Regierungskonsultationen. Konsultationen sind besonders intensive Gespräche, die zwischen Regierungen stattfinden. Merkel schwärmte anschließend von einer neuen Periode der Beziehungen zur Türkei.

Dass die Türkei im völlig unüberschaubaren Interessengeflecht des mittleren Ostens vor allem den Gegnern des IS Bomben aufs Haupt wirft, dass Präsident Erdogan mit den Kurden statt Aussöhnung die Konfrontation sucht, dass jede oppositionelle Regung unterdrückt wird – für Merkel spielt es keine Rolle.
Denn die Türkei soll tun, was die Kanzlerin im eigenen Land vehement ablehnt: Flüchtlinge durch Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit vom Übersetzen nach Europa abzuhalten und die Grenzen dicht machen. Das hat die Türkei eigentlich schon im Oktober zugesagt, passiert ist bisher wenig. Die Türkei will wohl warten, bis erstes Geld fließt.

Für die schwammige Zusage, Schlepper zu bekämpfen und den Flüchtlingsstrom zu reduzieren gab’s präzise Zusagen (3 Milliarden, Visa-Erleichterungen, EU-Beitritt).  Den EU-Beitritt der Türkei hat Merkel noch vor wenigen Jahren kategorisch abgelehnt.
Von symbolischen Beiträgen anderer Länder abgesehen, wird Deutschland die Zeche zahlen. Zu Recht, wieso sollten sich andere Länder am Desaster beteiligen, das Merkel angerichtet hat. Ob sich ein EU-Beitritt für die Türkei dann noch lohnt, bleibt abzuwarten. Das Regime in Brüssel ist auch im Zuge der Flüchtlingskrise zu einem Zombie geworden, der -völlig überdehnt und Größenwahnsinnig- vor dem Zerfall steht.

Der Mittelmacht Türkei ist mit dem dreckigen Deal unverhofft ungeheurer Einfluss bis ins Herz Europas zugefallen. Die Türkei wird es als Staat mit gesundem Selbstbewusstsein zu nutzen wissen.

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