Die Überforderung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Wie dramatisch das Ausmaß der Überforderung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2015 war, zeigt folgende Grafik:

Ballondiagramm BAMF

Es ist dem BAMF nicht gelungen, auch nur von der Hälfte der an der Grenze registrierten Asylsuchenden einen Antrag entgegen zu nehmen. Von den entgegengenommenen Anträgen konnte das Amt nur etwas über die Hälfte zu einer Entscheidung bringen. Selbst davon dürften noch viele aus dem Jahr 2014 stammen, als das BAMF erstmals in „Verzug“ geraten ist.

Von allen 2015 ins Land gekommenen Asylsuchenden hat das BAMF nur etwa jeden vierten Antrag bearbeiten können. Es gibt trotz gegenteiliger Beteuerung des BAMF-Chefs keine Aussicht, vor diese Welle zu kommen, wenn es nicht zu einem wirklich dramatischen Rückgang des Zustroms kommt.

Selbst wenn der Zustrom ab sofort auf Null gesenkt würde, bräuchte das Amt bis 2019, um den Rückstand aufzuholen.

Darauf besteht keine Aussicht. Die Zahlen für Januar: 91.671 Registrierte. So viele wie Schwerin Einwohner hat, in einem Monat. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge konnte im Januar aus Kapazitätsgründen aber nur 52.000 Anträge annehmen. Immerhin, über 49.000 Anträge wurde entschieden, im Januar 2015 waren es nur 17.900.

Titelbild: Wiki Commons
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