Zerrissene Gesellschaft

Die Ereignisse in Clausnitz und Bautzen zeigen die tiefen Risse in der Gesellschaft.

Wir sind das Volk, riefen die Protestierer in Clausnitz und riefen es den Falschen zu. Was ein Volk ist, daran braucht man die Asylsuchenden nicht zu sagen, das wissen sie. Sie werden sich immer ihrem Eigenen verbunden fühlen. Wer daran erinnert werden sollte, sitzt nicht in einem Bus für Asylsuchende, sondern auf der Regierungsbank in Berlin. Das wären denn auch die richtigen Adressaten für Proteste.

Einem Bericht von N-TV.de ist zu entnehmen, dass sich die Asylsuchenden im Bus (Aufschrift Reisegenuss) nicht gerade lumpen ließen und den Protestierenden mit dem Mittelfinger und Kopf-ab Gesten kontra gaben.

Die Polizei, die zunächst mit ganzen zwei Beamten vor Ort waren, erhielten schnell Verstärkung und mussten schließlich mindestens drei Asylsuchende aus dem Bus zerren, darunter einen 16-jährigen. Der Chemnitzer Polizeipräsident Reißmann stellte sich hinter seine Beamten und alleine das zeugt von Rückgrat. Denn er muss wissen, dass es in Sachen Asyl eine nüchterne und objektive Sicht auf die Dinge gar nicht gefragt ist. Der Stern fordert denn auch augenblicklich seinen Rücktritt. In Köln war bei umgekehrten Vorzeichen so eine Forderung nicht zu hören.
Andere übliche Verdächtigen fielen zuverlässig in ihre Reflexe zurück, kritisierten die Polizei und sprachen vom braunen Mob, allen voran Justizminister Maas. Das Verhalten der Asylsuchenden hinterfragen sie in keiner Weise.

Jürgen Kasek, Rechtsanwalt und Landesvorsitzender der GRÜNEN ist noch in der Nacht vor Ort und sucht sofort die Kameras. Die Symbiose von Gutmensch & Medien wurde aufs neue durchexerziert. Einem Sender sagte er (O-Ton inklusive fehlerhafter Satzbildung ab min 01:16):
Inzwischen haben wir hier Verhältnisse, dass sich die vermeintlich besorgten Bürger rausnehmen, überall das machen können, was sie wollen.
Klar, dass ist für einen GRÜNEN nicht hinnehmbar. Schließlich sollen Bürger nur das machen, was die GRÜNEN wollen.  
Im Schlepptau hatte er eine halbstaatliche Schlägertruppe namens Antifa. Die lässt sich sofort aktivieren, lehnt deren Soldateska geregelte Arbeit im „Schweinesystem“ doch ohnehin ab. Die Mainstreammedien nennen den roten Mob „spontan angereiste Menschen aus den umliegenden Gemeinden.“ Die haben sich dann wohl ebenso spontan mit riesigen professionell gedruckten Bannern ausgerüstet, darauf die typischen Antifa-Parolen Refugees Welcome, keine Mensch ist illegal, etc.

Die Risse in der Gesellschaft werden tiefer und es ist nicht mehr auszuschließen, dass es sie zerreist.

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