Katastrophe abgewendet? Mitnichten!

Nur 20.000 im März. Damit lässt sich ja gerade mal eine Kleinstadt füllen! Na, dann kann man die Asylkatastrophe wohl ad acta legen, nicht wahr, Herr Altmaier?

Staatsmedien berichten aus leeren Erstaufnahmelagern, Thüringens Ministerpräsident fordert gar mehr. Immerhin ist es Konsens, dass der „dramatische Rückgang“ der Zahlen der Grenzschließung der Balkanroute zu verdanken ist.

Wer denkt, dass das hausgemachte Problem damit gelöst sein der irrt. Die Bundesrepublik nutzt diese Verschnaufpause aber nicht, um Vorkehrungen für den Tsunami zu treffen, der sich seit Monaten ankündigt. Im Gegenteil.

Jetzt, wo sich gezeigt hat, wie wirksam eine geschlossene Grenze tatsächlich sein kann, will Innenminister de Maiziere die Kontrolle der österreichisch-deutschen Grenze zurückfahren. Wohlgemerkt, die Kontrollen. Geschlossen war die Grenze ohnehin nie. Man wollte nur mal mitzählen und wenn’s mal weniger als 5.000 am Tag waren, wollte man sogar noch den Namen erfahren. Mehr nicht.

Schon sind neue Routen über Bulgarien gangbar gemacht. Von der Türkei setzen ungebrochen die Massen nach Griechenland über. Das verwundert nicht, gehört es doch zum Geschäftsmodell der Schlepper, eine dauerhafte Teilhabe am deutschen Sozialsystem zu garantieren und das bedeutet: Übersetzen, bis es klappt.

Mit Beginn des Frühlings werden Hunderttausende von der Küste Libyens aufbrechen, um dann kurz nach der 12 Meilen-Zone von Schiffen der Bundesmarine oder diversen Aufmerksamkeitshuren „gerettet“ zu werden, obwohl sie gar nicht in Seenot waren. Natürlich werden Wirtschaftsmigranten auch da wieder hineingeraten und es werden wieder Dutzende ihr Leben verlieren. Aber man wird den Eindruck nicht los, dass diese Toten und die anschließende scheinheilige Berichterstattung das Schmiermittel sind, mit dem die Flutung am Laufen gehalten wird.

Und so werden noch diesen Monat die ersten berstend vollen Züge in über die Italien-Route in Rosenheim ankommen. Es werden keine Touristen sein.

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