124.909 vs. 73

Das Bamf vermeldet in seiner Asylgeschäftsstatistik vom November 2016 exakt 124.909 Asylanträge afghanischer Staatsbürger. (Hier, Seite 8). Viele Tausend mehr dürften bereits hier sein, wer weiß schon noch, wer oder was sich im Land alles aufhält?

Gestern wurden davon 34 per Flugzeug zurückgebracht, davor hat es die Bundesrepublik im gesamten Jahr 2016 fertig gebracht, 29 -in Worten Neunundzwanzig- Afghanen abzuschieben.

Eigentlich sollten ja 50 in dieser sogenannten „Sammelabschiebung“ das Land verlassen müssen. Angekommen sind dann aber nur 34, den anderen jungen Männern wurde noch schnell die Reiseunfähigkeit bescheinigt von Dr. med. Gutmensch.

Am Flughafen gab es sogleich Proteste von Asyllobbyisten, allen voran natürlich Pro Asyl. Günther Burkhardt durfte artig seine gestanzten Sätze von Bdrohung etc. vom Stapel lassen. Am Flughafen in Kabul wurden die zumeinst straffällig gewordenen Abgeschobenen dann von deutschen Reportern über ihre Gefühle befragt.

Mit Ausnahme weniger, die deutschen Truppen im völlig heillosen Afghanistan-Engagement als Hilfswillige gedient haben und nachweislich dafür bedroht werden, hat kein einziger Afghane Anspruch auf Asyl in der Bundesrepublik. Vom Hindukusch bis Darmstadt muss er dutzende Staaten durchqueren, in denen er überall hätte Zuflucht finden können.

Wenn es die Bundesrepublik ernst meinen würde, müssten die Zahlen für Sammelabschiebungen die Zahl 50.000 plus x erreichen. Und Krankenscheine gäbe es nur noch vom Amtsarzt.

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