Kommentar zu: Til Schweiger

Eigentlich haben wir von Asylwatch.de vorgehabt, eine seichte Figur wie den Schnulzen-Til nicht mal zu ignorieren. Sorry, wir haben nicht durchgehalten. Til Schweiger hat gestern Abend bei Maischberger ein Forum für seine Selbstbeweihräucherungs-Show bekommen und die Gelegenheit nicht verpasst, seine ganze intellektuelle Dürftigkeit zu präsentieren. Dies muss hier gewürdigt werden, denn er hat für alle Zeiten bewiesen: Das adrette Gesicht umhüllt die komplette Leere im Schädel, das war’s dann schon beim Til.

Zum Vorlauf:

  • Der gute Til hat sich bei Facebook an einem Spendenaufruf für Asylsuchende beteiligt: Kritik daran hat er – seinem Niveau entsprechend- beantwortet mit : „Empathieloses Pack“, „Verpisst Euch“ und „Zeig mal Deine dumme Fresse!“ und „Ihr seid zum Kotzen“.
  • SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sofort die Chance erkannt, seiner darbenden SPD ein vermeintlich cooles Schweiger-Image zu verpassen. Also hat er beim Schweiger ins Facebook geschrieben. Der Mann war davon ganz bewegt und feierte das folgendermaßen: „Bääähm!“
  • Dann wollte Schweiger seinen Taten Worte folgen lassen und hat ein ‘Vorzeige-Flüchtlingsheim angekündigt’. Der Gedanke löblich, das Motiv dahinter ist eher weniger selbstlos. Es mag Schweiger egal sein, aber seine Partner wollen damit Profit erzielen. Das von Schweiger geplante Vorzeigeflüchtlingsheim wäre beim aktuellen Zulauf übrigens nach 12h rappelvoll.

Gestern bei Frau Maischberger hat er dann folgende Thesen aufgestellt: Deutschland wurde von Gastarbeitern wieder aufgebaut. Richtig ist: Die ersten Gastarbeiter kamen mit Abflauen des Wirtschaftswunders. Deutschland hat vom profitiert vom Euro. Ohne Kommentar.
Zum Thema der Sendung hat er sich auch geäußert!
Der Solidaritätszuschlag soll für die Finanzierung der Asylpolitik umgewidmet werden. Asylkritiker sollen doch bitte schön weggesperrt werden, „da muss man die Verfassung ein bisschen ändern“. Gerne erhob er dafür die Nuschelstimme. „Ich werde sie beobachten, Herr Generalsekretär“, drohte er einem Gast. „Sie gehen mir auf den Sack“, entgegnete er dessen Erwiderung.

Til Schweiger hat bewiesen, dass er sich zu Themen äußern kann, von denen er keine Ahnung hat. Solche Fachkräfte gibt es hierzulande bereits genug. Er kann dennoch den Asylsuchenden einen großen Dienst erweisen.

Deshalb wollen wir Dich, lieber Til, in aller (in diesem Fall noch möglichen) Höflichkeit bitten:

Til, bitte verlasse unser Land, Du gehst uns auf den Sack. Lass‘ am besten alles stehen und liegen. Dein Haus und Deine Millionen werden momentan dringend gebraucht. Für Asylsuchende. Und bitte -zeig uns nie wieder Deine Fresse in irgendeinem miesen Schnulzenfilm.

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