Wirtschaftsflüchtlinge vom Balkan

AlbanerDer Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, sieht die Ursache für steigenden Zahlen bei den Balkanflüchtlingen in soziale Anreizen.

Wörtlich sagte er: Was wir in Anhörungen hören und was uns auch gesagt wird ist, dass ein Aufenthalt von drei, vier, fünf Monaten in Deutschland dazu ausreicht, dass in den Ländern über die wir hier reden, wiederum neun bis zwölf Monate gelebt werden kann.

Er hat damit klar benannt, dass es sich bei Asylsuchenden vom Balkan fast ausschließlich um Wirtschaftsflüchtlinge handelt.

Tatsächlich bekommen Asylsuchende neben den so genannten Transferleistungen in Höhe von 140 Euro so genannte Sachleistungen in Höhe von 222 Euro für Hygieneartikel und Bekleidung. Beantragt gar eine ganze Familie Familie Asyl, werden die monatlichen Barleistungen schnell vierstellig. In Ballungsräumen gibt es zudem Möglichkeiten, die Sach – und Transferleistungen einzusparen, z.B. mit einem Besuch bei der Tafel oder mit Kleiderspenden. Manch ein Asylsuchender reist gleich mit Plänen zur alternativen Einkommensverbesserung ein. Ein Asylsuchender kann auch einen Vorrat an Bedarfsgegenständen mitbringen.

Wer großes Heimweh hat, kann – unbemerkt von den Behörden  – einen Abstecher in die Heimat machen. Fernbusse steuern Ziele auf dem Balkan für 80-150 Euro an. Zwei bis drei Tage genügen für Hin- und Rückfahrt.

In nahezu allen Fällen werden dieses Anträge abgelehnt. Dann kann ein Asylsuchender risikolos und kostenneutral die Prüfung des Entscheids vor einem ordentlichen Gericht verlangen und so seinen Aufenthalt noch ein paar Monate verlängern.
Hat er seinen Antrag zeitlich günstig gestellt, wird über diesen nicht vor Herbst entschieden. Dies verhindert erneut eine Abschiebung, denn manche Bundesländer schieben in der kalten Jahreszeit aus humitären Gründen nicht ab.
Ist die Abschiebung dann endlich vollzogen, kann jederzeit ein neuer Antrag gestellt werden.

Hohe Arbeitslosigkeit, Korruption und mafiöse Strukturen bis in die Spitze der Staaten veranlassen die Menschen vom Balkan zum Asylantrag in Deutschland. Das ist nachzuvollziehen und legal.

Fraglich ist, ob es sich die Bundesrepublik leisten kann, ganze Bevölkerungsteilen anderer Staaten eine Vollversorgung zukommen zu lassen. Momentan stellen die Präsidenten der Bundesländer fest, dass dies wohl auf Dauer nicht zu schaffen ist. Denn bald werden diese Menschen nicht mehr in Zelten untergebracht werden können, sondern müssen im Winter in festen Unterkünften einquartiert werden, welche das Land gar nicht hat.

Selbst wenn die Zügel für Balkan-Flüchtlinge straffer gezogen werden und aus diesen Ländern niemand mehr Asyl beantragen würde, muss die Bundesrepublik dieses Jahr immer noch für ca. 250.000 Asylsuchende aus anderen Ländern sorgen.

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